Merkmale

Als Reaktion auf eine starke Gelenkkapselentzündung kommt es zu einer Verklebung und Schrumpfung der Kapsel des Schulter-gelenkes. Häufigstes Auftreten zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr.

Anatomie

Das Schultergelenk besteht aus dem Oberarmknochen, dem Schulterblatt und dem Schlüsselbein. Es wird von zahlreichen Bändern stabilisiert. Ein große Anzahl von Muskel wirken auf das Schultergelenk und machen es zum beweglichsten Gelenk des menschlichen Körpers

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Mögliche Ursachen

 

  • Es wird zwischen einer primären und einer sekundären Form der Frozen Shoulder unterschieden.
  • Die primäre Form tritt spontan, ohne erklärbare Ursache auf
  • Die sekundäre Form entsteht als Folge einer Operation oder einer Schulterverletzung, z.B. Schulterbruch.
  • Menschen, die an Diabetes, Herz- und Kreislauferkrankungen oder der Parkinsonschen Erkrankung leiden, sind gehäuft betroffen.

 


Symptome

 

  • Schulterschmerzen. 
  • Ausstrahlenden Schmerzen in den Oberarm und Ellenbogen.
  • Schmerzhafte Bewegungseinschränkungen in der Schulter.
  • Anfängliche Schmerzen nehmen im Laufe der Zeit ab, die Bewegungseinschränkungen bleiben bestehen.
  •  Sämtliche Bewegungen des betroffenen Armes sind stark eingeschränkt.

 


Die Erkrankung verläuft in drei Stadien

I. Stadium (vier Wochen bis sechs Monate): sehr starke Schmerzen. Schmerzbedingte Einschränkung der Beweglichkeit.
II. Stadium ( sechs bis neun Monate): Schmerzen sind abgeklungen. Die massive Bewegungseinschränkung steht im Vordergrund.
III. Stadium (bis 24 Monate): Zunehmende Verbesserung der Beweglichkeit.

Die Erkrankung gilt als selbstlimitierend, d.h. sie heilt mit oder
ohne Therapie. Die vollständige Heilung ist meist nach zwei Jahren
erreicht.

Was kann man selbst tun?

 

  • Verwenden Sie eine Eispackung zur Schmerzlinderung und Entzündungshemmung. Wenden Sie diese 3 – 4 mal täglich für 10 – 15 Minuten an. Achtung: Eispackung NIE direkt auf die Haut legen. Vermeiden Sie Kälteschmerzen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Möglichkeit einer medikamentösen Therapie. Bewährt hat sich eine  kurz- zeitige, hochdosierte Kortisonbehandlung.
  • Massieren Sie regelmäßig die Nacken-, und Schultermuskulatur
  • Fixieren Sie den Arm bei starken Schmerzen mit einer Armschlaufe.
  • Versuchen Sie sich bei Alltagsaktivitäten zu entspannen.
  • Vermeiden Sie unnötigen Kraftaufwand bei Alltagsaktivitäten.
  • Verwenden Sie einen Tritthocker, damit Sie den Arm nicht über Kopf heben müssen.
  • Versuchen Sie ihre Schulter beweglich zu halten. Bewegen Sie den Arm schmerzrespektierend, d.h. ein leichtes Ziehen darf auftreten. Starke, nachhaltige Schmerzen durch Bewegung sind unbedingt zu vermeiden.
  • Oberstes Ziel ist das schnelle Abklingen der Schmerzen. Dies ist die Voraussetzung, damit Sie Ihren Arm gezielt und intensiv mit Dehnungsübungen mobilisieren können.